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In dieser
Rubrik finden Sie meine Presse-Erklärungen, Protestnoten, Petitionen,
Leserbriefe, Stellungnahmen zum aktuellen Zeitgeschehen von spezieller
Bedeutung für die Tierrechtsbewegung aus ethischer Sicht, einen "Workshop", in dem die Ergebnisse der Zusammenarbeit
mit meinen Kooperationspartnern erläutert werden und ein
Sammelsurium aus Briefen, Zeitungsartikeln und vielem mehr.
Vortrag auf dem Kirchentag Mensch und Tier in Dortmund zum Thema „Die Schuld der Kirche am Elend der Tiere“ (mit anschließender Diskussionsrunde)
Presse-Erklärungen - Protestnoten/Petitionen - Leserbriefe - Sammelsurium - Stellungnahmen - Förderkreis-Infos - News - Workshop
Presse-Erklärung: Strategien gegen den Stierkampf Angesichts des Fortbestandes und Wiederauflebens dieses offenkundig grausamen und sinnlosen Brauches sind alle mit Tierschutz und Tierrechten Befaßte aufgerufen, etwas gegen diese anachronistische Barbarei zu unternehmen. Zwei Stoßrichtungen erscheinen aussichtsreich: Erstens liegt hier offensichtlich auf der rechtlichen Ebene etwas im argen: Entweder befinden sich die entsprechenden EU-Richtlinien nicht auf der Höhe des mitteleuropäischen moralischen Bewußtseins oder in den Ländern, in denen Stierkämpfe stattfinden, werden die EU-Richtlinien nicht hinreichend umgesetzt. Rechtsexperten sollen eruieren, wo sich die juristische Schwachstelle befindet, damit dagegen wirksame Schritte unternommen werden können. Zweitens ist die Katholische Kirche, in deren Einflußsphäre diese himmelschreienden Tierquälereien geschehen, offenkundig nicht bereit, ihre Stimme dagegen zu erheben. Deshalb sollen die Gläubigen aufgefordert werden, unter Hinweis auf diesen Skandal aus der Kirche auszutreten. Vielleicht besinnt sich die Kirche dann ihrer moralischen Pflicht, unsägliche Bräuche dieser Art deutlich zu verurteilen. Dr. Helmut F. Kaplan
Presse-Erklärung: zum Welttierschutztag 2002 Ohne Recht kein Schutz Seit einigen Jahren gibt es eine stetige und steigende Tendenz, den traditionellen Tierschutz in Richtung Tierrechte weiterzuentwickeln. Diese Entwicklung ist zu unterstützen, sind doch Tierrechte letztlich die unverzichtbare Voraussetzung für eine wirksame Tierschutzarbeit. Tierrecht und Tierschutz sind zwei Seiten einer Medaille: Ohne Recht kein Schutz. Dabei dürfen wir uns nicht damit begnügen, Tieren unverbindliche moralische Rechte zuzugestehen. Ziel muß es vielmehr sein, Tieren einklagbare juristische Rechte zu verleihen. Die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. Tierschutzinitiativen dürfen nicht länger als Akte der Gnade und Barmherzigkeit gesehen werden, sondern müssen als Erfordernisse von Recht und Gerechtigkeit begriffen werden. Dr. Helmut F. Kaplan << zurück zur Auswahl <<
Petition zu der von A.K.T.E. - Arbeitskreis Tierrechte & Ethik und Vitanimaux 2000 initiierten Kampagne "Kein Pelz im TV" Sehr geehrte Frau Intendantin, sehr geehrter Herr Intendant, sehr geehrte Damen und Herren, als Tierrechtsphilosoph und Autor
von einigen Tierrechtsbüchern und über 250 anderer Publikationen
zu diesem Themenbereich schließe ich mich der von A.K.T.E. - Arbeitskreis
Tierrechte & Ethik und Vitanimaux 2000 initiierten Kampagne "Kein
Pelz im TV" vorbehaltlos an. Dr. Helmut F. Kaplan << zurück zur Auswahl <<
Leserbrief zu einem Artikel Der Welt Sehr verehrte Frau Hanika, da Sie so gerne schreiben, könnte es ja nicht schaden, wenn Sie vorher einmal etwas denken. Oder haben Sie Angst um Ihre Vorurteile? Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie schauen einmal in mein Buch "Tierrechte Die Philosophie einer Befreiungsbewegung" und beglücken Ihre Leser erst danach wieder zum Thema Tiere. Das ist für Sie vielleicht eine völlig neue Erfahrung: über etwas schreiben, worüber man, wenigstens ein bißchen, Bescheid weiß. Sie sind ein Freud-Fan? Umso besser, da haben wir schon etwas gemeinsam: Ich habe über Freuds Psychoanalyse dissertiert. Und im oben angeführten Buch gibt es auch zwei Abschnitte für Psycho-Freaks: "Speziesistische Wahrnehmungsstörungen" und "Speziesistische Denkstörungen". Lassen Sie mich wenigstens auf zwei Ihrer Aussagen eingehen: Es sei perfide von den Veganern, sich die Lage der Tiere als Grund für ihre Askese auszusuchen, da sich die Tiere ja nicht wehren könnten: Das ist nicht nur schwachsinnig, sondern auch noch abgeschrieben. Das "Veganertum" sei vor allem etwas für sehr junge Menschen: Ihre Kolumne ist bis jetzt vor allem etwas für sehr dumme Menschen! Gute Besserung! Offener Brief von Helmut F. Kaplan an alle Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen Daß bereits der "ordnungsgemäße" Schlachthausbetrieb eine recht unerfreuliche Angelegenheit ist, ahnen die meisten Menschen wohl. Aber sie wären mit Sicherheit entsetzt, wenn sie wüßten, welch geradezu unglaubliche "außertourliche" Grausamkeiten im Schlachthaus an der Tagesordnung sind. Was läge also näher, als dieses Entsetzen der Menschen für die Tiere nutzbar zu machen: Die "außertourlichen", ungesetzlichen Grausamkeiten in Schlachthäusern, etwa die fehlende oder mangelnde Betäubung oder das sadistische Quälen von Tieren, sind wohldokumentiert. Was fehlt, ist die breite, systematische und wiederholte Veröffentlichung dieses Materials. Danach müßte es möglich sein, die Menschen zu mobilisieren, Maßnahmen zur Verhinderung dieser überflüssigen und illegalen Grausamkeiten zu fordern. Auch die Schlachthausbetreiber müßten ein Interesse daran haben, vom Vorwurf des ständigen Gesetzesverstoßes befreit zu werden. Die permanente Video-Überwachung wäre eine einfache und wirksame Möglichkeit, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen in Schlachthäusern zu gewährleisten. Ich rufe daher alle Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen auf, sich auf allen Ebenen vehement und unnachgiebig für eine lückenlose Video-Überwachung aller Schlachthäuser einzusetzen. Und, wer weiß: Vielleicht führt die durch diese Kampagne bewirkte Kenntnis von den illegalen Grausamkeiten in den Schlachthäusern dazu, daß die Menschen auch die gesetzlich zugelassenen Grausamkeiten in Frage stellen. Dr. Helmut F. Kaplan Offener Brief von Helmut F. Kaplan an Udo Pollmer Lieber Herr Pollmer, Sie haben einen bemerkenswerten, leider viel zuwenig beachteten
"Offenen Brief an Land- und Fleischwirtschaft" (
http://www.das-eule.de/eulenspiegel0203brieflandwirtschaft.html) Sie sind, wie ich dem Internet entnehme, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Institutes für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Zweck dieser Einrichtung ist es, die Öffentlichkeit "objektiv und unabhängig" zu informieren. Also, das mit der Objektivität und Unabhängigkeit funktioniert ja noch nicht so ganz. Gleich im ersten Satz Ihres Briefes an die Land- und Fleischwirtschaft stellen Sie mitfühlend fest: "Wie Sie aus leidvoller Erfahrung wissen, ist vielen Menschen der Appetit auf Fleisch gründlich vergangen ...." Dann bedauern Sie, daß "tierische Lebensmittel Anlass zu Gewissensbissen" geben, um warnend fortzufahren: "Dass Fleischessen immer mehr zur Gewissensfrage wird, belegt etwa die Haltung von Schülerinnen in deutschen Großstädten. So verzichtet bereits ein erheblicher Teil auf den Verzehr von Fleisch aus Mitleid mit dem Tier. ( ... ) Wer sich in seiner Kindheit oder Jugend des Fleischverzehrs entwöhnt, verträgt oftmals für den Rest seines Lebens keinerlei Fleisch. Die Generationen hingegen, die Zeit ihres Lebens Fleisch und Wurst gegessen haben, werden das auch noch tun, wenn sie 80 sind die Jungen aber nicht mehr. Das verändert die Märkte ebenso langsam wie unumkehrbar." Folgerichtig und sorgenvoll stellen Sie dann die bange Frage:
"Wann werden Tierschützer das Thema Schlachtung in den Mittelpunkt ihrer Kampagnen rücken?" Mittlerweile sich bereits vollends mit der Fleischwirtschaft identifizierend, fragen Sie selbstkritisch: "Was haben Land- und Fleischwirtschaft getan, um sicherzustellen, dass Schlachtvieh so wenig wie möglich leidet? Offengestanden zu wenig. Denn wenn heute noch Tiere lebendigen Leibes ausgenommen werden, und seien es "nur" Hühner, gibt es dafür keine, aber auch keinerlei Entschuldigung." Aber Ihre Sorge gilt nicht etwa den geschundenen Tieren zu früh gefreut! -, sondern deren geschäftsschädigend agierenden Mördern: "Das ist ... ein Tatbestand, der die Branche Kopf und Kragen kosten kann." Immerhin scheint Rettung noch möglich: Um dem unheilvollen Trend weg vom Fleisch Einhalt zu gebieten, sollte die Landwirtschaft versuchen, "sich in die ernährungsphysiologische Diskussion einzuklinken". Denn: "Nur so ist dem schlechten Gewissen bei Tisch entgegenzuwirken. Vollmundige Slogans bewirken eher das Gegenteil, weil man verlorenes Vertrauen weder durch Werbung noch durch ’Aufklärung¹ wiedergewinnen kann. Hat ein Kind nachts Angst vor Gespenstern, bringt es nichts, ihm schlichtweg zu erklären, es gäbe keine Geister. Das Kind hat dann zwei Probleme: Erstens vermutet es weiterhin ein Gespenst unter dem Bett und zweitens fühlt es sich von seinen Eltern nicht ernst genommen. Damit ist es nicht nur verängstigt, sondern zudem verzweifelt." Etwas vergleichbar Ermunterndes und Ermutigendes habe ich seit langem nicht mehr gelesen. Wenn Ihre Analysen auch nur halbwegs zutreffen, dann geht es mit der Fleischindustrie ja ordentlich bergab. Das freut mich persönlich umso mehr, als ich genau diese Diagnose selber seit längerem stelle. Aber das ist erst der Anfang. Denn mit der Fleischindustrie wird langsam, aber sicher die gesamte Lebensmittelproduktion auf tierlicher Basis verschwinden. Die Fleischindustrie wird die ganze traditionelle, auf Tierausbeutung beruhende Lebensmittelherstellung in den Abgrund reißen. Da sehen wir die Dinge offenbar ganz ähnlich mit dem Unterschied, daß ich diese Entwicklung begrüße, während Sie sie bedauern: "Nicht von heute auf morgen, aber für eine Landwirtschaft,
die in Generationen denkt, könnte es bald die letzte Generation sein, die Tiere hält. Schon lange bahnt sich eine ernst zu nehmende Alternative
zur Schlachtung an: die biotechnologische Erzeugung von Fleisch. Damit ist nicht Sojafleisch gemeint oder jene Schimmelpilz-Hamburger, die sich
in Großbritannien eines stabilen Marktes erfreuen, sondern Fleisch, das im Fermenter erzeugt wird. Es sind nicht nur "Fleischforscher",
die sich hier einen großen Markt ausrechnen und deren Aktivitäten bereits zu einem ersten Weltpatent für biotechnologisches Fleisch geführt haben.
Auch die NASA würde ihre Verpflegung für Raumflüge gerne vor Ort produzieren ohne große Mengen an Futtermitteln zu transportieren, ohne Fäkalien
zu beseitigen und ohne den Astronauten eine Schlachtung zuzumuten. Deshalb unternimmt sie große Anstrengungen, um Fleischfasern im Fermenter
gedeihen zu lassen. Daneben ist die Pharmaindustrie sehr daran interessiert, menschliches Gewebe künstlich zu erzeugen. Das "Tissue
Engineering" wird die gesamte Medizin revolutionieren. Lieber Herr Pollmer, können Sie mir bitte eine Frage objektiv und unabhängig zu beantworten: Was spricht gegen eine solche Entwicklung, die jährlich zig Milliarden von unschuldigen Tieren unermessliches Leiden erspart? Dr. Helmut F. Kaplan Leserbrief zu dem Bericht der "Welt" über die PETA-Holocaust-Kampagne Die Leere in deinem Kopf Ein selten dämlicher Artikel, den Tobias Kaufmann da fabriziert hat. Aber dank seiner vielen Fehler und Fehlschlüsse disqualifiziert sich dieser Text selbst. Warum um Himmels willen sollen deutsche Schnitzelesser "Profiteure des Holocaust" sein? Was um alles in der Welt soll der Hinweis, daß die Nazis "erwiesenermaßen Tierfreunde waren"? Daß Tierschutz deshalb verboten gehört? Isaac Bashevis Singer war nicht, wie Herr Kaufmann behauptet, Philosoph, sondern Schriftsteller. Dafür war Singer, was Kaufmann offenkundig nicht weiß, Nobelpreisträger. Geradezu erfrischend schwachsinnig schließlich Kaufmanns Ansicht, Singer dürfe nicht mehr zitiert werden, weil er "längst verstorben" sei. Also, aufgepaßt: Darwin und Freud, Aristoteles und Platon die dürfen alle nicht mehr zitiert werden, weil sie ja schon lange tot sind! Aber hier geht es ohnehin nicht um Personen, sondern um Fakten. Und die Fakten sind: Die Nazis unterhielten Vernichtungslager mit menschlichen Insassen, und wir unterhalten Vernichtungslager mit tierlichen Insassen. Und, wie der, zugegebenermaßen leider ebenfalls "längst verstorbene", Leonardo da Vinci (das ist kein Schauspieler, Herr Kaufmann, sondern ein Universalgenie der Renaissance) erkannte: "Der Tag wird kommen, an dem das Töten eines Tieres genauso als Verbrechen betrachtet werden wird wie das Töten eines Menschen." Dr. Helmut F. Kaplan Zur Kritik des Zentralrates der Juden an PETAs Vergleich zwischen Tiertransporten und dem Holocaust Der Peta-Spot sei eine Perfidie, sagt Paul Spiegel. Keine Perfidie, sondern ein offener Affront gegen unsere säkulare Gesellschaft ist es, religiöse Sondergesetze für das Schächten zu fordern! Schächten ist eine anachronistische Barbarei und daher in Deutschland aus gutem Grunde verboten. Wem das nicht paßt, der soll auswandern. Zurück zur Perfidie: Herr Spiegel sollte einmal darüber nachdenken, was denn die Grundlage der Verwechslungsgefahr zwischen Tiertransporten und Menschentransporten ist die faktische und ethische Vergleichbarkeit: Bei den Nazis gab es Todestransporte und Vernichtungslager mit menschlichen Insassen, bei uns gibt es Todestransporte und Vernichtungslager mit tierlichen Insassen. Und, wie schon Leonardo da Vinci erkannte: "Der Tag wird kommen, an dem das Töten eines Tieres genauso als Verbrechen betrachtet werden wird wie das Töten eines Menschen." Dr. Helmut F. Kaplan Leserbrief zu: "Weich ums Herz", von Inga Griese / DIE WELT am 07.12. 2002 Inga Griese berichtet: Ich stehe in der Werkstatt von Peter Steinbrück in Hamburg, bin fasziniert und weiß nicht recht." Das ist der wahre Kernsatz des Artikels: Sie ist fasziniert, weiß aber nichts. Wer nichts weiß, sollte lieber den Mund halten. Ob ihrer vermeintlichen Schlauheit triumphierend, schreibt Griese: Eskimos haben sich wahrscheinlich noch nie gefragt, ob sie politisch korrekt angezogen sind." Kannibalen haben sich wahrscheinlich auch noch nie gefragt, ob sie politisch korrekt essen. Schließlich erfahren wir: In Zeiten, wo wahre Werte Konjunktur haben, brummt das Geschäft mit den Pelzen." Welch herzzerreißende Dummheit, welch elende Existenz! Was mag dieser personifizierte Hohlraum wohl unter wahren Werten verstehen? Solch militanten Hohlköpfen mit Fakten, Argumenten oder gar mit Moral zu kommen, ist zwecklos. Diese Sprache verstehen sie nicht. Dr. Helmut F. Kaplan
Bei all den Lügen und Dummheiten, die hier verbreitet werden, sollte das Wesentliche nicht vergessen werden: 1) Kein Mensch braucht Walfleisch. 2) Ökonomische Argumente verbieten sich aufgrund des involvierten Tierleides. 3) Anachronistische und barbarische "Traditionen" gilt es zu durchbrechen. So haben wir es mit Menschenopfern und Gladiatorenkämpfen gehalten. Und so sollten wir es auch mit Stierkampf und Walfang halten. Dr. Helmut F. Kaplan << zurück zur Auswahl <<
Offener Brief an Daniel Barenboim Sehr geehrter Maestro Barenboim! Seit vielen Jahren beschäftigt mich die Frage: Wie ist es möglich, daß große Künstler, insbesondere auch große Musiker, Fleischesser sein können? Da hat mich naturgemäß Ihre Aussage im "Zeit"-Interview (43, 2007) elektrisiert: "Ich habe lange darüber nachgedacht, wie es sein kann, dass so grauenhafte Despoten wie Hitler oder auch Stalin große Musikliebhaber waren. Meine Erklärung: Für sie war die Musik eine Art Geheimgarten, ein eigenes Reich, das nichts zu tun hat mit dem wirklichen Leben. Und genau diese Trennung: da das Leben, da die Musik, regt mich bis heute auf! Das ist schrecklich. Musik und Leben gehören zusammen." Erlauben Sie mir daher bitte, meine Frage an Sie persönlich zu richten: Wie ist es Ihnen möglich, Fleisch zu essen, also laufend den Auftrag zu erteilen, daß unschuldige, wehrlose Wesen ohne jegliche Notwendigkeit für Sie getötet werden? Bei niemand anderem ist diese Frage meines Erachtens so drängend und so berechtigt wie bei Ihnen: Erstens, weil Sie ausdrücklich die Einheit von Kunst und Leben betonen. Zweitens, weil Sie - mit Ihrem West-Eastern-Divan-Orchester - diese Einheit auch konkret und praktisch umzusetzen versuchen. Mit freundlichen Grüßen Helmut F. Kaplan
Ich habe eine eigene Liste eingerichtet: http://de.groups.yahoo.com/group/Tierrechte_jetzt/ Wer Mitglied werden will, bitte eine Mail senden an kaplan@vegetarismus.org mit dem Betreff "Bitte einladen".
"Shitai no bansan" ( "Leichenschmaus" von Dr. Helmut Kaplan) für japanische Botschafter Anlässlich der Veröffentlichung des Tierrechtsbuches "Leichenschmaus" in japanischer Sprache sendet der Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E. jeweils ein Exemplar der japanischen Ausgabe als Präsent an die Botschafter Japans in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. A.K.T.E. will mit dieser freundlichen Geste einen Dialog mit den japanischen Regierungsvertretern im deutschsprachigen Raum einleiten, um als ersten Schritt die inakzeptablen Praktiken im Umgang mit "Heimtieren" anzusprechen. Unser Anschreiben: Sehr geehrte Exzellenz, wir möchten Ihnen zuerst unseren großen Respekt gegenüber der alten Kultur Ihres Heimatlandes Japan aussprechen. Ihr Land blickt - ebenso wie die Länder des Westens - auf eine lange Reihe von bedeutenden Kulturleistungen und Traditionen zurück. In den meisten Ländern gingen diese kulturellen Fortschritte mit einer Ablehnung bestimmter archaischer Gewohnheiten einher. Im Osten wie im Westen wurde aber weitgehend vergessen, sich der Tiere in gleichermaßen kultiviertem Umfange anzunehmen, wie im Umgang der Menschen miteinander. Wir haben uns national und international diesem vernachlässigten Bereich in der menschlichen Kultur - die Vernachlässigung der ethischen Berücksichtigung der Tiere - angenommen. Deutschland ist das einzige Land der Welt, das Tiere im Grundgesetz verankert hat. Auch das deutsche Tierschutzgesetz dient weltweit als Vorlage zur Verbesserung der teilweise unvorstellbar grausamen Situation, der Tiere schutzlos ausgeliefert sind. Die deutsche Bevölkerung selbst hat ein ausgeprägtes Bewußtsein, was Tierschutz bzw. Tierrechtsfragen angeht. So ernähren sich bereits sehr viele Deutsche vegetarisch. Viel dazu beigetragen hat das Buch "Leichenschmaus" von Dr. Helmut F. Kaplan. Das Buch gilt heute bereits als Klassiker in der Tierrechtsliteratur. Der 20. März ist deshalb ein "historisches Datum" für die weltumspannende Tierrechtsbewegung, aber vor allem für die aufkeimende Tierrechtsbewegung in Ihrem Heimatlande, denn ab heute steht das Ihnen beigefügte Buch "Leichenschmaus" des Tierrechtsphilosophen Dr. Helmut F. Kaplan der japanischen Bevölkerung in ihrer Landessprache zur Verfügung. Wir möchten Ihnen hiermit dieses Buch schenken, das nun auch Japanern die Möglichkeit bietet, die fast weltweit bekannte Grundlage der Tierrechte kennen zu lernen. Wir hoffen, dass das Buch für Sie zum Anlass wird, sich selbst über die Mensch-Tierbeziehung Gedanken zu machen. Mit vorzüglicher Hochachtung Stefan Bernhard Eck A.K.T.E.- AKTUELL / 02.04.2005 eck@tierrechteportal.de
"Fraßkultur" - Gemeinschaftsprojekt des Kooperationspartner A.K.T.E. mit Harry Harper
Der Rockmusiker Harry Harper und Stefan Bernhard Eck, der Leiter von A.K.T.E. schreiben mit der CD "Fraßkultur" ein neues Kapitel im deutschsprachigen Protest-Song-Bereich. "Tierrechtsrock" - veganer, rockiger Sound in den unterschiedlichsten Stilrichtungen - sarkastische, provokative und selbstkritische Texte, die unter die Haut gehen. "Fraßkultur" ist ein wütender Rundumschlag, der sich in erster Linie an Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler wendet. Die bekannten "Bedenklichkeiten" innerhalb der TR/TS-Szene werden mit viel Ironie ins Visier genommen. Aber auch mit unserer Gesellschaft, unserer Politik, mit der Religion und der Philosophie wird gnadenlos abgerechnet. Ein Aufruf zum Widerstand gegen die "Fraßkultur" und eine schallende Ohrfeige für alle Pseudo-Tierfreunde. Hier wird nichts beschönigt, nichts wird unter den Tisch gekehrt. Eine "Kult-CD" für Tierrechtler/innen, geeignet als musikalische Untermalung für Info-Stände und TR-Demos. Auch geeignet als provokatives Geschenk für die Profiteure der "Fraßkultur". Der Preis für die CD "Fraßkultur" beträgt 10,-- Euro. Die Reinerlöse werden ausschließlich zur Förderung der Tierrechte verwendet. Bestellmöglichkeit über E-Mail an eisvoegel@t-online.de Download und Hörprobe des Titels "Wach endlich auf!"
A.K.T.E.-Kampagne "Leichenschmaus im Bundestag"
Zum Jahresende 2003 startete der Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E. wieder eine originelle und professionelle Kampagne für die Rechte der Tiere, die ihre Wirkung - so hoffen wir - nicht verfehlen wird. An dieser relativ kostspieligen Aktion beteiligten sich u.a. Vitanimaux 2000 e.V., "Initiative jagdgefährdeter Haustiere", IG Tierschutz Siegen, Kameha-Versand für tierversuchsfreie Kosmetika sowie die "Berliner A.K.T.E.-Freunde" und der Tierrechtsphilosoph Helmut Kaplan. "Leichenschmaus im Bundestag": Mit dieser Kampagne wollten wir den Damen und Herren Parlamentariern nicht ihr Weihnachtsfest mit Gänsebraten oder Wildlachs verderben, sondern vielmehr die Bundespolitiker behutsam mit dem Tierrecht-Gedanken näher vertraut machen. Hierzu erhielten sämtliche Parlamentarier des Deutschen Bundestages (603 Personen) jeweils ein Exemplar des 200 Seiten umfassenden Buches "Leichenschmaus" von Dr. Helmut Kaplan als schön verpacktes Weihnachtsgeschenk. Dieses Buch, das man als Klassiker in der deutschsprachigen Tierrechtsliteratur bezeichnen kann, behandelt zwar ein heikles und kontroverses Thema, aber gerade Weihnachten, das Fest des Friedens, der Liebe und der Besinnlichkeit, das leider aber meistens mit ausschweifenden Tafelfreuden verbunden ist, eignet sich dazu, darüber in aller Ruhe nachzudenken. In unserem Begleitschreiben baten wir die Abgeordneten deshalb, die vorgebrachten Argumente über die Feiertage einmal zu überprüfen, da wir der festen Überzeugung sind, dass unsere ethischen Wertsetzungen und unser Verhalten gegenüber den Tieren einer gründlichen Revision bedürfen. Wir hoffen, dass durch die Lektüre zumindest ein Hinterfragen in Beziehung auf den Tierumgang in der "Nutztier-Haltung" stattfinden wird, und dass vielleicht der eine oder der andere Bundespolitiker seinen Einfluss als Parlamentarier zukünftig zugunsten von Mensch UND Tier stärker geltend machen wird. Wenn sich einige Parlamentarier bei der nächsten Agrarabstimmung an die Lektüre des Buches "Leichenschmaus" erinnern und "pro Tier" votieren würden, so wäre dies ein Erfolg für die Tierschutz- und Tierrechtsbewegung, aber vor allem für die betroffenen Tiere. Noch vor den Feiertagen erhielten wir die ersten Schreiben und Reaktionen von Abgeordneten aller Parteien, die auf einen Erfolg versprechenden Dialog zu dem Themenkomplex Tierrechte und Tierschutz hoffen lassen. Wir werden im Verlauf des Jahres versuchen, diesen Dialog mit den Bundespolitikern auszubauen und zu vertiefen. Wir werden vor allem mit jenen Abgeordneten einen intensiven Gedankenaustausch anstreben, die in Ausschüssen mit tierschutz- und tierrechtrelevanten Fragen konfrontiert sind, um auf die eklatanten Missstände in der „Nutztier- und Massentierhaltung“ aufmerksam zu machen. Wir danken an dieser Stelle allen Bundestagsfraktionen für ihre Hilfsbereitschaft und spontane Unterstützung durch die Auslieferung unserer Weihnachtsgeschenke im Deutschen Bundestag und in den jeweiligen Fraktionsgeschäftsstellen. Ganz herzlich danken wir auch unseren Freunden und Kooperationspartnern - Vitanimaux 2000 e.V., "Initiative jagdgefährdeter Haustiere", IG Tierschutz Siegen, Kameha-Versand für tierversuchsfreie Kosmetika sowie den "Berliner A.K.T.E.- Freunden" und Dr. Helmut Kaplan - für ihre finanzielle Unterstützung und Mitarbeit an diesem Projekt. Einen ausführlichen Bericht über die Kampagne "Leichenschmaus im Bundestag" nebst unserem Begleitschreiben an die Parlamentarier finden Sie auf der A.K.T.E.-Homepage
Interview mit Helmut F. Kaplan im Focus - Ausgabe Nr. 3 v. 17. Januar 1994 Freiheit für Forellen!
Focus: Erklären Sie uns
bitte den Unterschied zwischen Tierschützern und Tierrechtlern. (Interview: Frank Gerbert) << zurück zur Auswahl <<
Sehr geehrte Damen und Herren, einem Wort-Protokoll Ihrer Sendung vom 15. 1. 2004 auf RBB-Brandenburg entnehme
ich, daß dort von Jutta Dittfurth folgende Aussagen über mich gemacht wurden:
Außerdem wurde mir berichtet, daß die Gestaltung des Beitrags geeignet sei, den Eindruck zu erwecken, die PeTA-Kampagne sei von mir initiiert. Lassen Sie mich bitte mit dem letzten Punkt beginnen: Mit der PeTA-Kampagne habe ich nur insofern etwas zu tun, als ich beim letzten Bild auf www.masskilling.com zitiert werde, und zwar aus dem Buch "Eternal Treblinka". Nichtsdestotrotz begrüße ich diese Kampagne außerordentlich, weshalb ich es umso mehr bedaure, daß sie von den Medien völlig verzerrt dargestellt wird. Bevor die PeTA-Kampagne in Deutschland gestartet werden wird, werde ich daher einen Beitrag, der der Versachlichung der Diskussion dient, verfassen. Nun zu obigen Aussagen: Ad 1) Diese Behauptung ist falsch. Ad 2) Diese Behauptung habe ich nie aufgestellt und ich halte sie für völlig absurd. Da die erwähnten Falschmeldungen über mich nun binnen kurzer Zeit mehrfach wiederholt wurden, würde ich es begrüßen, wenn Sie mir anläßlich der PeTA-Kampagne in Deutschland die Gelegenheit zur Stellungnahme geben würden. Mit freundlichen Grüßen
Dr. Helmut F. Kaplan Das
Wahre, Gute und Schreckliche Jüngst
sah ich eine Sendung über den Dirigenten Kurt Masur: Masur in Leipzig,
Masur in Berlin, Masur in New York, Masur in Paris. Interessant und
beeindruckend. Bei solchen Gelegenheiten beneide ich immer diese Menschen,
die ausschließlich das tun, was sie tun wollen. Wobei "beneiden"
der falsche Ausdruck ist, denn ich mache auch ausschließlich das,
was ich will: Tieren helfen. Dafür bin ich dankbar, das bedeutet
aber auch eine große Verantwortung. Wo es um Tiere geht,
wird jeder zum Amerikaner George W. Bush demonstriert gerade,
wie man in wenigen Monaten die kulturellen Errungenschaften von Jahrtausenden
zunichte machen kann. Es zählt nur mehr, was bereits in der Steinzeit
galt: das Recht des Stärkeren. Vielleicht hat es aber auch sein
Gutes, wenn dieser Polit-Prolet jetzt Amok läuft: Wir beginnen
zu ahnen, wie es ist, so behandelt zu werden, wie wir Tiere behandeln. Tierschutz
ist gleich Menschenschutz Dumm oder
schlecht? H. F. Kaplan, April 2004 nachdem der Rowohlt Verlag 2003 mein Buch "Leichenschmaus"
nach 10 Jahren und 3 Auflagen aus dem Programm genommen hatte, erschien es mir im ersten Augenblick ein Problem zu sein,
die noch verbliebenen Exemplare alle sinnvoll einzusetzen. Sehr schnell stellte sich aber heraus, daß die Nachfrage viel
größer als das verbliebene Buch-Kontingent war: Auf mein Angebot, Exemplare des vorerst einmal
vergriffenen Buches zu einem günstigen Preis erwerben zu können, erhielt ich viele Bestellungen. Und befreundete
Vereine und Personen organisierten Aktionen, im Rahmen deren die Bücher besonders wirksam eingesetzt werden konnten. Die Umsetzung dieser Aktionen, an denen ich selber nicht
federführend beteiligt war, gewann rasch eine Eigendynamik, die zur Folge hatte, daß für die Versorgung der
Buch-Besteller keine Exemplare mehr vorhanden waren. Deshalb hoffe ich sehr, daß es in absehbarer Zeit zu einer
Neuauflage kommt. Für die Tierrechtsbewegung und vor allem für die
Tiere ist die Verwertung, der die Bücher jetzt zugeführt wurden, aber bestimmmt ein Glücksfall. So erhielten
etwa im Rahmen einer sehr aufwendigen Aktion vor Weihnachten alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein
Exemplar von "Leichenschmaus". Es genügt ja nicht, Gedanken und Konzepte zu erarbeiten und Bücher zu schreiben,
sondern man muß auch dafür Sorge tragen, daß diese an jenen Stellen wahrgenommen werden, wo die Entscheidungen
getroffen werden. Eine ausführliche Dokumentation dieser wichtigen Aktion findet man im Internet hier
unter Sammelsurium. Die letzten Wochen waren immens turbulent
und anstrengend, weshalb dieser Bericht auch so spät erstellt wird. Obwohl ich immer und überall
versuche, Arbeit einzusparen, nimmt das zu Erledigende dennoch in erschreckendem Maße zu. Obwohl ich eine Arbeit, die ich unbedingt
noch bis zum Frühjahr abgeschlossen haben wollte (über die evolutionäre Kontinuität und deren
ethischen Implikationen), verschoben habe, komme ich dennoch mit der Arbeit kaum zu Rande.
An laufenden Dingen, die es zu erledigen gilt, fallen an unter anderem an: E-Mails
(ca. 50 pro Tag), regelmäßige (wöchentliche) Veröffentlichungen auf www.fellbeisser.de,
Betreuung des Forums auf meiner Homepage (aufwendig, aber sehr erfolgreich). Hinzu kommen viele weitere administrative
Aufgaben inklusive Steuererklärungen usw. (für einen Menschen, der bezüglich Zahlen so
begabt ist wie ich, die Hölle!). Und, zu allem Überfluß: Endloser Ärger mit
Animal Peace (AP): Dort war ich vor Jahren einmal im Vorstand, hatte aber de facto
niemals etwas mit Finanziellem oder Organisatorischem zu tun. Obwohl ich vor Jahren
mehrfach von meiner Funktion zurückgetreten bin, bin ich jetzt auf wundersame Weise
zum letzten AP-Boß mutiert und bekomme in dieser Eigenschaft laufend
Gerichtsbeschlüsse und Zahlungsaufforderungen. Eine völlig abstruse Geschichte,
die abzuklären und abzuwehren mich entsetzlich viel Ärger, Nerven und Zeit kostet. Zu Jahresanfang begann ich mit der Arbeit
an einem sehr umfangreichen und nervenzehrenden Text über den Veganismus
("Das vegetarisch-vegane Manifest"): Dies ist ein wahres Minenfeld, weil man für
die einen immer zu radikal und für die anderen immer zuwenig radikal ist. Im Februar mußte ich diese Arbeit unterbrechen
(mittlerweile bin ich zum Schluß gekommen, daß ich den Text von Grund auf überarbeiten muß),
um mit der Konzeption für einen Begleittext zur Holocaust-Kampagne von Peta zu beginnen -
wieder eine eher undankbare Aufgabe, wird doch diese Kampagne, die in Deutschland eben
verboten wurde, auch von den meisten Tierrechtlern abgelehnt. Aber ich denke, daß es
mir gelungen ist, mit diesem Text ("Wahrheitsverachtend!") alle gängigen
Kritikpunkte an dieser Aktion überzeugend zu entkräften. (Inwiefern dies zur
Kenntnis genommen wird, steht freilich auf einem anderen Blatt.) Es gibt viel zu tun, also arbeiten wir,
so lange wir können! Viele Grüße PS: 2 wichtige Informationen:
Die neuen Bank-Nummern für mein Konto: Meine neue Postadresse:
Dr. Helmut F. Kaplan H. F. Kaplan, Dezember 2003 In letzter Zeit hat die Arbeit derart überhandgenommen, daß ich
nicht mal mehr dazukam, mir darüber Notizen zu machen. Daher ist der folgende Tätigkeitsbericht wahrscheinlich höchst lückenhaft. Wer regelmäßig
www.fellbeisser.de besucht, weiß, daß ich dort seit längerer Zeit jede Woche mindestens einen Text veröffentliche –
mit phantastischer Resonanz! Immer wieder muß die Arbeitsplanung über den Haufen geworfen
werden, weil es gilt, auf Aktuelles sofort zu reagieren. Jüngstes Beispiel: Michael Miersch, einer der fleißigsten und fanatischsten Feinde der
Tierrechtesbewegung, hat in der ZEIT einen Artikel publiziert, in dem er versucht, eine neue Argumentationsstrategie gegen Tierrechte aufzubauen.
Darauf mußte sofort reagiert werden – und kostete drei volle Arbeitstage. Schließlich muß hier extrem solide und konzentriert gearbeitet
werden. Was mir gerade einfällt: Auf meiner Homepage
www.tierrechte-kaplan.org ist nun das Forum eröffnet worden! Eine tolle Sache, aber natürlich
mit noch mehr Arbeit verbunden. Lieder hat "Leichenschmaus" seinen zehnten Geburtstag
nicht lange überlebt. Rowohlt hat sich entschlossen, das Buch aus dem Programm zu nehmen. Das ist natürlich höchst bedauerlich und ich hoffe auch,
daß das Buch anderswo in absehbarer Zeit wiederveröffentlicht werden kann. Aber angesichts der immer dramatischer werdenden Verlagssituation,
in der zunehmend überhaupt nur mehr Bestseller-verdächtige Bücher gedruckt werden, sind zehn Jahre, insbesondere für ein Thema dieser Art, doch
eine recht passable Bilanz. Der prominente Umwelt- und Tierschutzaktivist Hans-Jürgen Lutz
hat eine sehr gute Rezension über mein jüngstes Buch "Ethische Weltformel" verfaßt, die überall verbreitet wurde.
Hier ein Auszug: "In der intensiven Postulierung der Integration von Tier
UND Mensch liegt die eigentliche Genialität von Kaplans Werk – einfach, klar, wirksam und praktikabel.
Näheres unter www.tierrechte-kaplan.org. "Die ethische Weltformel" gehört in alle Sprachen
dieser Welt übersetzt und sollte Richtschnur für jeden verantwortungsbewußten Menschen sein – Kriege, Unterdrückung, Ausbeutung,
Massentierhaltung, Jagd, Tierversuche, Xenotransplantationen, "Pelztiere", Tiertransporte und so gut wie alle anderen Tier-
und Menschenquälereien würden der Vergangenheit angehören!" Auf dem TV-Kanal RBB-Berlin wurde am 25. September die
Sendung "Planet der Menschen" mit einem ausführlichen Interview mit mir ausgestrahlt. Hier die Information zu dieser Dokumentation
auf www.fellbeisser.de: "Tip: Bezugsmöglichkeit Videotape "Planet der
Menschen" Bei einer momentanen Bevölkerung von 6,3 Milliarden existiert
kaum ein Landstrich, der nicht durch den Einfluss des Menschen verändert wurde. Ursprüngliche Wildnis gibt es kaum noch. Heute sind über 11000
Tierarten akut vom Aussterben bedroht. Bis zum Ende des 21 Jahrhunderts werden fast 50% aller lebenden Arten in ihrer Existenz gefährdet sein.
In dieser Dokumentation werden u. a. die Themen Zirkus, Zoo, Tierversuche und Tierbefreiungen erfreulich deutlich aus dem Blickwinkel der
Tierrechtsbewegung kommentiert und bewertet. Interview mit Helmut F. Kaplan. Video-Kassetten der Sendung (€ 10,-- + Versand) können bezogen
werden bei: TIGA Film- und Fernsehproduktion, kirschey@tigafilm.de, Postfach 58 01 42, D-10411 Berlin,
Telefon 030-44 65 08 60. Länge: 43:35 min www.tigafilm.de" Die Sendung wird im Dezember auf Phoenix wiederholt!
Und zwar voraussichtlich am 17. um 18 Uhr 30 und am 22. um 8 Uhr 15. (Bitte noch prüfen, da ich die Termine nicht endgültig
verifizieren konnte.) Am 10. 1. 2004 wird auf der Kulturwelle des Hessischen
Rundfunks, hr2, die Radio-Sendung "Weder Fisch noch Fleisch – Vegetarier und Veganer" mit einem Interview mit mir ausgestrahlt.
Das Zustandekommen dieses Interviews (mit einer Standleitung vom ORF-Studio in Salzburg nach Frankfurt) war besonders nervig: Um ein möglichst
pointiertes und effizientes Gespräch führen zu können, wurden die Themen vorher festgelegt. Aber dann wurden vollkommen andere Fragen gestellt.
Man muß eben immer auf alles gefaßt sein! Mit besten Wünschen und herzlichen Grüßen H. F. Kaplan + Februar 2003 in
letzter Zeit habe ich eine ganze Reihe von neuen Texten geschrieben
und viel Arbeit investiert im Zusammenhang mit der Überarbeitung
meiner Homepage im Internet. (Neue Adresse: www.tierrechte-kaplan.org)
Stefan Bernhard Eck sowie einige seiner Mitarbeiter vom Arbeitskreis
für Tierrechte und Ethik (A. K. T. E.) haben mit riesigem Arbeitsaufwand
meine Webseiten völlig neugestaltet, wofür ich ihnen außerordentlich
dankbar bin. Denn das Internet wird für die Tierrechtsarbeit immer
wichtiger, sodaß der entsprechenden Präsenz immer größere
Bedeutung zukommt. Mit
A. K. T. E. (www.tierrechteportal.de)
hat sich in den letzen Monaten eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt.
Unter anderem habe ich ein Geleitwort zu Stefan Bernhard Ecks Essay
"Albert Schweitzer und die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben"
verfaßt. (Dieser Text befindet sich auch auf meiner Homepage:
Kompendium >>>
Texte nahestehender Autorinnen und Autoren.) Vor allem aber ergab
sich ein sehr konstruktiver Austausch in bezug auf die seit vorigen
Sommer anhaltende Veganismus-Debatte. Hier konnten, wie ich finde, substantielle
konzeptionelle Fortschritte in Richtung der dringend notwendigen Einigung
der Tierrechtsbewegung und Bündelung ihrer Kräfte erzielt
werden. Seine
erste Feuerprobe wird dieses Konzept am 19. Februar 2003 erfahren, wenn
ich um 18 Uhr 05 in Saarbrücken mit Stefan Bernhard Eck in der
TV-Sendung Beo & Co - "Wege zu einem ethischen Tierumgang"
diskutiere. Die Sendung ist, zumindest zunächst einmal, soviel
ich weiß, leider nur im Saarland zu empfangen. Um 19 Uhr 30 findet
dann in der Saarbrücker Altstadt im Bistrorant Tierlieb eine Podiumsdiskussion
statt. Mit allen guten Wünschen
und besten Grüßen H.
F. Kaplan + August 2002 Im
"Neuen Deutschland" vom 15. 12. 2001 ist neben einem Interview
mit Tom Regan auch ein Text von mir veröffentlicht worden: "Das
Tier als Feind", eine modifizierte Fassung meines Textes "Terror
in New York und überall". (Der Beitrag wird den oben
erwähnten neuen Texten beigelegt werden.) In der hochangesehenen Wissenschaftszeitschrift
ALTEX wird in der Ausgabe 4, 2001, mein Beitrag "Über die
Rechte von Tieren und Menschen" besprochen sowie auf meine Homepage
verwiesen, wo sich dieser Text befindet. Dies ist deshalb besonders
erfreulich, weil es ein Indiz dafür ist, daß nun endlich
selbst in Tierversuchskreisen damit begonnen wird, sich ernsthaft über
die ethische Dimension von Tierversuchen Gedanken zu machen. Zu Weihnachten gab es für mich
zwei besonders schöne Geschenke: Der Rowohlt Verlag teilte mir
mit hoffentlich stimmt es auch -, daß es eine dritte Auflage
von "Leichenschmaus" geben wird. Das wäre extrem wichtig,
verkauft Rowohlt doch von diesem Buch ohne jegliche Werbung deutlich
mehr Exemplare als von allen anderen Büchern verkauft wird. Zweitens
festigt eine dritte Auflage natürlich weiter den Klassiker-Status
dieses Buches. Und drittens erschien es bereits als sehr unwahrscheinlich,
daß noch eine Auflage kommt, da aufgrund der Verlagskonzentration
und Bestsellerorientiertheit Werke dieser Art im Grunde keine Chance
mehr am "normalen", das heißt nicht Szene-bezogenen
Buchmarkt haben. Die ASKU-PRESSE, wo mein "Wozu
Ethik?" erschienen ist, teilte mir mit, daß sie meine Aphorismen
publizieren werde. Das freut mich ganz besonders, gehören doch
Aphorismen zum am schwersten Publizierbaren überhaupt. Ich schreibe
bereits seit Jahrzehnten Aphorismen, hatte mich aber schon damit abgefunden,
daß diese erst viel später veröffentlicht würden. Ein Hinweis für diejenigen,
die einen Internetanschluß haben: Neu geschriebene Texte veröffentliche
ich seit einiger Zeit immer zuerst auf www.fellbeisser.de. Die machen
das recht professionell und schnell. Ich gehe davon aus, daß es
bei dieser Form der Zusammenarbeit bleiben wird. Die neuen Texte erscheinen
dort meist als "Hingucker der Woche". Apropos Internet: Hier werden meine
Texte generell sehr gut aufgenommen und lebhaft verbreitet. Mittlerweile
habe ich diesbezüglich die Übersicht verloren. In "Natürlich vegetarisch"
(1, 2002), der Zeitschrift des Vegetarier-Bundes, wurde mein Text "Wie
radikal muß die Tierrechtsbewegung sein?" veröffentlicht.
Das ist nichts Geringeres als eine Sensation, stand der Vegetarier-Bund
bisher doch immer für eine besonders "ausgewogene" Linie. Mit allen guten Wünschen und
herzlichen Grüßen Demnächst werden folgende neue
Texte versandt: Anti-Pelz-Bewegung ..., Warum Tierethik und ...?, Das
Tier als Feind, Von Gutmenschen und ..., Patriotismus und Speziesismus,
Unmoralische Mehrheiten bedürfen .... Zunächst möchte ich mich
einmal dafür entschuldigen, daß ich so lange nichts von mir
habe hören / lesen lassen. Es war nicht Fahrlässigkeit oder
Faulheit. Doch dazu später. Jetzt möchte ich endlich berichten,
was in den letzten Monaten so alles passiert ist. Mit allen guten Wünschen
"Ich
esse meine Freunde nicht" Neuerscheinung
zur Tierethik Fast
alle bisherigen Bücher zur Tierethik sind entweder tendenziell
esoterisch oder aber ausgesprochen akademisch. Beides verhindert den
wünschenswerten praktischen und politischen Brückenschlag
zu brisanten Themen wie ethische Ernährung, artgerechte Tierhaltung,
Tierversuche, Welthunger, Umweltzerstörung oder Klimawandel. In
seinem neuen Buch erläutert der renommierte Tierethiker Helmut
F. Kaplan ebenso fundiert wie allgemeinverständlich, was an unserem
Umgang mit Tieren moralisch falsch ist. „Ich
bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“,
erkannte Albert Schweitzer in der Folge eines Offenbarungserlebnisses
am Ogowefluß in Gabun. Wenn wir uns in keiner Konfliktsituation
befinden (was die Regel ist), ist dies ein hinreichender Leitsatz für
moralisches Handeln. Einfache Regeln reichen meistens aus, um uns zu
sagen, was wir tun sollen. George Bernard Shaws berühmtes Diktum
„Tiere sind meine Freunde ... und meine Freunde esse ich nicht“
ist eine andere einfache und einleuchtende Aussage bzw. Regel. Darum
geht es in diesem Buch: um praktikable Grundsätze für moralisches
Handeln. „Ethik ist praktisch, oder sie ist nicht wirklich ethisch“,
sagt der in Princeton lehrende Philosoph Peter Singer. In
den vergangenen Jahrzehnten entstand eine umfangreiche Literatur zur
Tierethik. Unsere moralische Verantwortung gegenüber Tieren ist
mittlerweile de facto philosophisch besser begründet als unsere
moralische Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen. Aber komplexe
Theorien beeinflussen die tägliche Praxis nun einmal kaum. Das
vorliegende Buch beseitigt dieses Theorie-Praxis-Gefälle für
einen Großteil der Tierethik und schafft damit die notwendige
Voraussetzung für gesellschaftspolitische Diskussionen und praktische
Veränderungen. Helmut
F. Kaplan zählt zu den Pionieren der Tierrechtsbewegung und schrieb
viele Bücher und Hunderte von Aufsätzen und Artiken zur Tierethik
bzw. zu Tierrechten. Er ist Autor des mehrfach übersetzten Bestsellers
„Leichenschmaus - Ethische Gründe für eine vegetarische
Ernährung“ und Verfasser des Artikels „Vegetarianism“
der 2011 erscheinenden „Encyclopedia of Applied Ethics“
(Elsevier, Oxford). Trafo
Verlag Standing
ovation für Lydia Tanabe, Leiterin von SASA Japan / A.K.T.E.-MItarbeiterin
auf dem Tierschutz-Symposium "Doubtzu aigo ho, iyoiyo kaizen e"
in Tokyo Ich bin der Überzeugung, dass wir die
Geburt einer japanischen Tierschutz- und Tierrechtsbewegung miterleben. Es
mehren sich die Anzeichen, dass in diesem Land, in dem es faktisch bis
jetzt keine TR-Szene gibt, das Interesse an Tierschutz und Tierrechten
schnell zunimmt. In dieser Phase brauchen die japanischen Tierrechtler/innen
Zuspruch und Unterstützung von außen. A.K.T.E. hat sich im Rahmen seiner Möglichkeiten -
zusammen mit Helmut Kaplan - dieser Aufgabe angenommen. Die nachfolgende Berichterstattung
basiert auf Telefonaten, E-Mails und "Handy-Mails" zwischen Lydia Tanabe und
mir. Ich hatte Lydia einige Stunden vor ihrer Rede "Yosha!, Ganbatte!"
(Japanisch:Auf geht's !Viel Erfolg!) gewünscht. Wir hatten einige
Argumentationsschienen für ihre Rede besprochen, und ich war mir sicher,
dass sie eine gute Schlacht schlagen würde. Ihr Erfolg hat jedoch meine kühnsten
Erwartungen übertroffen. "Tierschutz-Symposium" Auf der Abschlussveranstaltung zur Einführung
besserer Tierschutzgesetze in Japan, die am 17. April 2005 in der Sky Hall im Bunkyo
Civic Center in Tokyo stattfand, konnte Lydia Tanabe, die Leiterin von SASA Japan
(Small Animasl Support Association) einem interessierten Publikum die Vorgehensweise
und Ziele moderner Tierrechtsarbeit erläutern. Neben konkreten Beispielen von Tiermissbrauch
und Tierqäulerei waren die Situation in japanischen Tierhandlungen, (konkretes Beispiel
hierzu war die erste Klage in Japan gegen eine Tierhandlung durch SASA), die Notwenigkeit
einer legislativen Verbesserung zum Schutz der Tiere, Möglichkeiten zur Aufdeckung von
Tierqäulereien sowie Reaktionen auf Tierquälerei von Behörden, Poilizei und Medien
weitere Schwerpunkte ihres Vortrages. Die Bedeutung einer selbstkritischen
Auseinandersetzungen mit Tierrechtsethik in einer modernen Gesellschaft wurde am
Beispiel der Publikation von "Shitai no bansan" (Helmut Kaplans Buch
"Leichenschmaus"
in Japanischer Sprache) und der unerwartet großen Resonanz von Lydia Tanabe den Besuchern des
Symposiums deutlich gemacht. Am Ende der 25 minütigen Rede erhielt die charmante
und beherzte A.K.T.E.-Mitarbeiterin und Leiterin von SASA Japan "standing ovation"
von einem bewegten Publikum. Darüber hinaus erhielt die engagierte Tierrechtlerin
etliche spontane Einladungen als Gast-Rednerin zu weiteren Veranstaltungen. In Gesprächen am Rande konnte ein Dokumentarfilm-Produzent
überzeugt werden, eine TV-Reportage über die Situation in japanischen Tiergeschäften und über die
Aktionen von SASA Japan zu drehen. Ein Sachbuch-Autor äußerte sogar großes Interesse, ein Buch über
die Arbeit von SASA Japan und die erste Klage einer Tierrechtsgruppe im Lande der aufgehenden Sonne
gegen das "Syndikat der Petshops" (Tierhandelsverbände) zu schreiben. Die Broschüren und Flugzettel, die von den
"SASA-Mädels" ausgelegt wurden, rundeten die Aufklärungsarbeit unseres
Kooperationspartners an diesem wichtigen Tage ab. Stefan Bernhard Eck (Leiter / Sprecher - Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E.) Helmut F. Kaplan wird am 9. April 2005 um 11 Uhr
beim Bundesparteitag der Tierschutzpartei zum Thema Tierrechte und Tierbefreiungen – Legitim oder nicht? sprechen. Ort: Musikübungszentrum (MÜZ), Rödelheimer Straße 38, Frankfurt am Main. Tierbefreiungen zählen zu den zentralen und kontroversiellen Themen
der Tierrechtsbewegung. Für die einen sind sie eine selbstverständliche Notwendigkeit, für die
anderen eine gefährliche Verirrung. Anhand historischer, gesellschaftspolitischer und ethischer
Analysen soll der tatsächliche strategische und moralische Stellenwert von Tierbefreiungen
bestimmt werden. Gäste sind herzlich willkommen, werden aber
gebeten, sich vorher zwecks Erteilung einer Genehmigung (aus Sicherheitsgründen)
anzumelden: Kooperationspartner in Fernost Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über
die Tierrechts- und Tierschutzarbeit in
Fernost. Sie werden informiert über den Einsatz
für die Tiere vor Ort im fernen Japan, über die Bemühungen, den Tierrechtsgedanken in
einem Lande zu etablieren, in dem erst das Fundament für einen solchen in der Gesellschaft
gelegt werden muss. Ich würde mich sehr darüber freuen,
wenn Sie bei Ihrem Besuch auf der Kaplan-Homepage zukünftig
auch einen Blick auf die SASA Japan-Seite werfen würden, denn
das Tierleid endet nicht an den Grenzen Ihres Landes, und
gerade hier in Fernost gibt es noch unendlich viel zu tun. Das Leiden der Tiere ist grenzenlos - unsere
Arbeit gegen dieses Leiden muss es auch werden! Mit herzlichen Grüßen in der Landessprache ... Yoroshiku onegai itashimasu. Lydia Tanabe / 28.02.2005 Leiterin / Sprecherin - SASA Japan / Small Animals Support Association
Mitarbeiterin - Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E. Weitere Infos: Leichenschmaus in Japan und
www.sasajapan.org "Shitai no bansan" - Dr. Helmut Kaplan's
Buch "Leichenschmaus" erscheint in Japan! In diesem Jahr fällt das traditionelle
Frühlingsfest "Higan", an dem in Japan der Seelen der
Verstorbenen gedacht wird, auf den 20. März. Der 20. März 2005 ist aber auch ein
"historisches Datum" für die weltumspannende Tierrechtsbewegung, ein Datum,
an dem wir Tierrechtler/innen Grund zum Feiern haben. An diesem für Japaner
besonderen Festtag erscheint nämlich der TR-Klassiker "Leichenschmaus" von
Dr. Helmut Kaplan unter dem Titel "Shitai no bansan" als erstes Tierrechtsbuch,
das in japanischer Schrift publiziert und im Buchhandel erhältlich sein wird. Die Veröffentlichung von "Leichenschmaus"
ist deshalb von herausragender Bedeutung, weil Japan ein Land ist, in dem
Tierethik und somit die Argumente für eine moralische Berücksichtung der
Tiere bisher nahezu unbekannt waren. Durch die Veröffentlichung von "Shitai
no bansan" ist es erstmals möglich, einen größeren Interessentenkreis in der
japanischen Gesellschaft zu erreichen und mit dem Tierrechtsgedanken vertraut
zu machen, denn bisher blieb diese wichtige Aufklärungsarbeit auf
"Mundpropaganda", einige wenige Flugzettel, kleinere Informationsschriften und auf
kurze Beiträge im Internet beschränkt. Mit der Veröffentlichung von "Shitai no bansan"
wird somit buchstäblich der moderne Tierrechtsgedanke in Japan aus der Taufe gehoben,
und es bleibt zu hoffen, dass - ähnlich wie durch die Veröffentlich von Peter Singer's
Buch "Animal Liberation" in unserem Lande - sich auch in Japan nach und nach eine
starke Tierrechtsbewegung formieren wird, die für die elementaren Rechte unserer
tierlichen Mitlebewesen kämpfen wird. Wir verdanken dieses "historische Datum" für
die Tierrechtsbewegung Lydia Tanabe, der Begründerin, Leiterin und Sprecherin von SASA
Japan (Small Animals Support Association), die auch Mitarbeiterin von A.K.T.E. ist.
Sie hat das Buch "Leichenschmaus" größteneils selbst ins Japanische übersetzt und
zeichnet für die Publikation von "Shitai no bansan" verantwortlich. Wir schulden aber auch allen Mitarbeitern/innen von
SASA Japan Dank, die zur Verwirklichung dieses wichtigen Projektes in der japanischen
Tierrechtsbewegung beigetragen haben. Das Leiden der Tiere ist grenzenlos - unsere Arbeit
gegen dieses Leiden muss es auch werden! Weitere Infos: TV Sendung "Planet der
Menschen" Am 17. 03. 2005 um 20:15 Uhr wird auf 3sat die Dokumentation "Planet der
Menschen" wiederholt. Sie ist insofern brandaktuell, als es unter anderem um
die Zoohaltung und die Terrorisierung von Elefanten geht beides Themen,
die jüngst anläßlich des tödlichen Unfalls im Schönbrunner Tiergefängnis in
den Schlagzeilen waren. (Ich kommentierte den Vorfall unter dem Titel "Abu
in Abu Ghraib".) Der Film enthält auch einige Interviewpassagen mit mir. Kaplan: Tierrechts-CD Der Vortrag, den ich am 28. 1. 2005 in München hielt, ist nunmehr auf einer Doppel-CD erhältlich:
Ist Fleischgenuß Mord?
Tierrechte – Begründungen und Konsequenzen Dabei werden folgende Themen behandelt (und anschließend diskutiert): Philosophie des Vegetarismus (historische Skizze) Kern der Tierrechtsphilosophie (u. a. Gleichheitsprinzip) Verschiedene Überzeugungsebenen (z. B. Ad-hoc-Argumente) Bestellungen an: Preis (inkl. Versand innerhalb Europas) € 8,--. Neuigkeiten und Hinweise
Jubiläum "Leichenschmaus"
"Wie auch immer die künftige Entwicklung der Tierrechtsbewegung
verlaufen wird, es gibt nur mehr ein Vorwärts und kein Zurück. Es gibt
kein Zurück mehr hinter den heutigen Kenntnis- und Bewußtseinsstand. (
... ) Die Ideen der Tierrechtsbewegung gehören zum unverlierbaren
zivilisatorischen Gedankengut der Menschheit. Und sie haben dort das
gleiche Gewicht und den gleichen moralischen und politischen Stellenwert
wie jene Ideen, die zur Überwindung der Sklaverei geführt haben. Die
Ideen der Tierrechtsbewegung sind ebensowenig mehr aus der Welt zu
schaffen wie unser Wissen um den Bau der Atombombe. ( ... ) Die
Entscheidung über Leben und Tod wird weder im Himmel noch in der Hölle
getroffen, sondern auf der Erde von uns." (Leichenschmaus, S. 18) Dr. Helmut F. Kaplan << zurück zur Auswahl <<
Der A.K.T.E.-Kaplan-Konsens Mein Aufsatz "Müssen Tierrechtler Veganer sein?" führte im Spätsommer des Jahres 2002 zu einer erneuten Eskalation der seit längerer Zeit schwelenden Vegetarismus-Veganismus-Debatte. Die im Internet kursierenden News und E-Mails diesbezüglich waren alles andere als geeignet, die Tierrecht-Bewegung im deutschsprachigen Raum, aber auch über die Grenzen hinaus, als eine geschlossene Front, als Gegenpol zu der übermächtigen Tierausbeutungsgesellschaft erscheinen zu lassen und zu einer spürbaren und nachhaltigen Verbesserung der realen Lebensverhältnisse der ausgebeuteten Tiere beizutragen. Mit meinem Kooperationspartner, dem Arbeitskreis Tierrechte & Ethik – A.K.T.E., mit dem ich auch damals schon in regem Gedankenaustausch stand, wurde dieses hoch brisante Thema erneut diskutiert, um zusammen mit ihm die Problematik von Grund auf zu überdenken. Unser gemeinsamer Wunsch bestand darin, eine akzeptable Lösung zu finden, die einerseits zu einer Entschärfung der destruktiven und kontraproduktiven Spannungen und Auseinandersetzungen innerhalb der Tierrecht- und Tierschutz-Szene beitragen sollte, und die andererseits alle ethischen Aspekte, aber auch die politisch-gesellschaftlichen Fakten, angemessen berücksichtigt. Ich will nicht verschweigen, dass hierbei pragmatische und ethische Gesichtspunkte sich gegenüberstanden und uns eine befriedigende Lösung zeitweise fast unmöglich erschien. Dank eines sehr offenen und intensiven Gedankenaustausches, der über das übliche Maß einer Kooperation in philosophischen Grundsatzfragen hinausging, erreichten wir zum Jahresende Annährungspunkte, die zu einem tragfähigen Konsens während meines Besuches in Saarbrücken sich verdichteten. Dieser Konsens soll als Basis für eine fortzuführende und vertiefende Beschäftigung mit diesem Thema dienen, und eine gedankliche Richtschnur für die momentane Beurteilung und Vorgehensweise darstellen, die von allen rational denkenden Vegetariern und Veganern, von Tierrechtlern und Tierschützern gleichermaßen akzeptiert werden sollte.
Folgende Gedankengänge bildeten die Prämissen für den erzielten Konsens:
Der erzielte Konsens:
Ich bin der festen Überzeugung, dass in der heutigen Situation der Tierrecht-Bewegung dieser Kompromiss, der nur eine momentane und vorläufige Lösung in der Vegetarismus-Veganismus-Debatte darstellt, dazu beitragen kann, Menschen auf den Weg zu einem ethischen Tierumgang zu führen und eine Bündelung aller Kräfte aus Naturschutz, Tierschutz und Tierrecht-Bewegung möglich machen kann, was letztendlich der Reduzierung oder der Beendigung der Ausbeutung der Tiere dient. In Übereinstimmung mit dem Arbeitskreis Tierrechte & Ethik – A.K.T.E. Helmut F. Kaplan << zurück zur Auswahl <<
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