|
Eine der "ewigen" Diskussionen in der Tierrechtsbewegung dreht sich um die Frage: Soll man die Bevölkerung mit grausamen Bildern über unseren Umgang mit Tieren "bombardieren"? Rütteln solche Bilder eher auf oder stumpfen sie eher ab? Oder führen sie schlicht dazu, dass die Menschen den Fernseher abdrehen oder die Zeitung aus der Hand legen? Das jetzt (2003) anlässlich des Irakkrieges wieder in Erinnerung gerufene mediale Vietnam-Trauma der USA ist auf alle Fälle ein starkes Indiz dafür, dass an der Aufrüttelungsthese durchaus etwas dran ist. Bekanntlich mussten sich die Amerikaner schließlich aus Vietnam zurückziehen, weil die Bilder über die Kriegsgräuel weltweit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatten. Natürlich ist dies kein Beweis dafür, dass dieser Mechanismus auch bei Grausamkeiten gegenüber Tieren funktioniert. Aber es ist ein guter Grund, ja eine Verpflichtung, die "Bombardierung mit Bildern" noch einmal ernsthaft und systematisch zu versuchen. Vergleiche hierzu "Sollen Tierschützer sachlich sein?" in meinem Buch "Leichenschmaus", S. 64 ff. © Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
|||