Befreiung von Versuchstieren


Nach jahrzehntelangem Reden, Schreiben und Argumentieren gegen Tierversuche besteht unsere wichtigste Aufgabe jetzt darin, diese Tiere aus den Händen ihrer Mörder und Folterer zu befreien. Da für solche Aktionen ein möglichst starker Rückhalt in der Bevölkerung wünschenswert ist, sind ethische Argumente aber nach wie vor wichtig. Das einfachste und einleuchtendste Argument gegen Tierversuche besteht meines Erachtens in folgendem Gedankenexperiment:

Außerirdische, die uns so überlegen sind wie wir Tieren überlegen sind, kommen auf die Welt und machen mit uns die Experimente, die wir mit Tieren machen. Würden wir dies als moralisch gerechtfertigt betrachten, nur weil wir uns nicht wehren können?

Ist der Zweck der betreffenden Versuche auch noch offenkundig banal - umso besser. Dann haben wir, wie bei der Fleischproduktion, die klassische Konstellation, die die Grundlage für künftige Tierrechtsarbeit darstellen soll: Nicht mehr zuerst reden und dann vielleicht handeln, sondern zuerst handeln und dann vielleicht erklären.

Soeben erschienen: Die Ethische Weltformel, Vegi-Verlag

© Helmut F. Kaplan


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