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Der Weg zum Veganismus
Es gibt genügend Menschen, die mit Tierrechten überhaupt nichts am Hut haben. Schlimmer noch: Es gibt genügend Menschen, die Tiere sogar vorsätzlich quälen und töten. Ich erlebe das fast täglich. Etwa, wenn Leute in Gastgärten auf ein halbvolles Cola-Glas, in dem gerade eine Biene am Ertrinken ist, sicherheitshalber auch noch einen Aschenbecher stellen, um ein qualvolles Sterben zu garantieren. Umso wichtiger ist es, die Empörung, die andere Menschen empfinden, wenn sie mit Grausamkeiten gegenüber Tieren konfrontiert werden, optimal zu nutzen, sprich: sie möglichst rasch und vollständig in eine konstruktive Energie zugunsten der Tiere zu verwandeln. Ganz konkret: Wenn jemand über ein Unrecht gegenüber Tieren entsetzt und gewillt ist, dagegen etwas zu unternehmen, dann müssen wir ihm augenblicklich eine Regel, ein Rezept, eine Forderung zurufen können, die einleuchtend ist und die sofort und sicher realisierbar ist. Und eine solche Forderung ist: "Hört auf, Tiere zu essen!" Die Gründe, die von seiten der Vegan-Fanatiker unverantwortlicherweise gegen dieses Rezept eingewendet werden, sind unsinnig. Erster Einwand: Menschen zu Vegetariern zu machen, bringe den Tieren nichts, unter anderem, weil diese Menschen dann umso mehr Milchprodukte essen würden. Tatsache ist:
Der zweite Einwand gegen die moralische Generalforderung "Hört auf, Tiere zu essen!" lautet: Wenn man nur den Vegetarismus propagiere, komme es nie zu einer Veganisierung der Gesellschaft. Tatsache ist:
Der Weg zum Veganismus führt über den Vegetarismus - sowohl individuell-psychologisch als auch gesellschaftlich-ökonomisch. Je früher wir diesen Weg beschreiten, desto rascher sind wir am Ziel. Die Ethische Weltformel (Vegi-Verlag) © Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
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