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Argument oder Ausrede?
Im Hinblick auf das Schächten wird von seiten "fortschrittlicher" Tierrechtsorganisationen oft argumentiert: Man spreche dieses Thema bewußt nicht an, um nicht ohnehin schon diskriminierte gesellschaftliche Gruppen wie etwa Ausländer oder Muslime weiter zu belasten bzw. um nicht "Beifall von der falschen Seite" zu bekommen. Außerdem und vor allem aber sei diese Zurückhaltung ganz harmlos und undramatisch: Schließlich gebe es sehr viele Probleme, die man nicht thematisiere, und das Schächten sei halt eines davon. Das ist zugegebenermaßen ein ganz gutes Argument. Aber ich halte es dennoch für eine Ausrede. Ich glaube, daß man das Schächten auch dann nicht thematisieren würde, wenn man fast alle anderen Themen schon behandelt hätte. Wie dem auch sei, eines ist sicher: Wenn man nur eine kleine Auswahl
von Problemen behandeln kann, braucht man Kriterien, um dieses Auswahl zu treffen. Im folgenden möchte ich drei solcher
Kriterien formulieren, die, wie ich meine, Allgemeingültigkeit und Rationalität für sich in Anspruch nehmen können –
und FÜR die öffentliche Behandlung des Themas Schächten sprechen: Und wer, wenn nicht Tierrechtsorganisationen soll zuständig sein, wenn es um das vorsätzliche und systematische quälerische Töten von Tieren geht?
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