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Warum die Peta-Kampagne ein großer Erfolg ist Die hysterischen und irrationalen Reaktionen, die die Peta-Kampagne überall auslöst, haben wahrscheinlich einen ganz anderen Grund, als alle vermuten. Bei allem Mitgefühl für die Opfer des Nazi-Regimes, das hier erfreulicherweise mitschwingen mag, glaubt doch niemand ernsthaft, daß die Menschen mittlerweile zu solch moralischen Wesen mutiert sind, daß ihnen das Schicksal von fremden Menschen nach über einem halben Jahrhundert DERART an Herz und Nieren geht! Der wahre Gund für die Empörung ist ein ganz anderer: Diese Ausstellung ist eben NICHT, wie immer behauptet wird, ein totaler Flop, weil sie das Ziel, auf das Schicksal der Tiere aufmerksam zu machen, verfehle. Diese Ausstellung ist im Gegenteil ein voller ERFOLG: Durch den direkten, drastischen und anschaulichen Vergleich dessen, was wir mit Tieren machen, mit dem, was die Nazis mit Menschen machten, wird dem Fleischesser schlagartig bewußt, daß er selber unmittelbar Beteiligter an einem ungeheuerlichen Verbrechen ist. DIES erklärt das Entsetzen! Und da solche echten Emotionen der erste Schritt zu möglichen Veränderungen sind, darf diese Ausstellung auf keinen Fall abgebrochen werden. Vielmehr muß sie zur Dauereinrichtung gemacht werden. Zur Dauereinrichtung, die verdeutlicht, daß der Holocaust, über den wir uns zu Recht so empören, nicht Geschichte ist, sondern nach wie vor Tag für Tag mitten unter uns stattfindet.
© Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
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