Jäger sind Mörder


Ich möchte noch einmal betonen, was ich schon öfter formuliert habe: Eine wichtige Strategie ist es, vorrangig solche Praktiken zu bekämpfen, an denen möglichst wenige Menschen persönlich beteiligt sind. Denn hier ist die Chance, möglichst viele Menschen gegen diese Praktik zu mobilisieren, naturgemäß viel größer als bei Praktiken, in die fast alle unmittelbar involviert sind.

Die Jagd ist gutes Beispiel hierfür: Da nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung selber zur Jagd geht, kann man gegen die Jagd vergleichsweise viele Menschen aufbringen.

Hinzu kommt, daß es im Grunde keinerlei Fach- oder Detailkenntnisse bedarf, um zu erkennen, daß es für die Jagd keinerlei Rechtfertigung gibt:

1) Angesichts des ökologischen Schadens, den die MENSCHEN verursachen – Regenwaldzerstörung, Tschernobyl, Autoverkehr usw.! -, ist es ja geradezu obszön, den ökologischen Zeigefinger auf die TIERE zu richten!

2) Auch das ökologische Gleichgewicht im Lebensraum der Tiere hat der MENSCH zerstört, weshalb es in höchstem Maße inkonsequent und ungerecht ist, dieses menschenverursachte Ungleichgewicht auf dem Rücken der TIERE bereinigen zu wollen.

3) Nirgendwo in der zivilisierten Welt (außer vielleicht in Texas) lösen wir Probleme noch durch Erschießen. Im Computerzeitalter und nachdem wir am Mond waren, sollten sich intelligentere Lösungen finden lassen!

Und: Es bedarf nicht gerade eines tiefenpsychologisch geschärften Blickes, um zu sehen, daß es den Jägern nicht ums ökologische Gleichgewicht, sondern ums Morden geht.

Schließlich: Ist erst einmal eine so alte "Tradition" wie das Jagen verpönt und verboten, wird es viel leichter sein, auch andere "ehrwürdige" Bräuche als anachronistische Barbareien zu erkennen und zu überwinden.

© Helmut F. Kaplan


Themenverwandte Artikel:




www.tierrechte-kaplan.org - Kaplan@vegetarismus.org