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Jüngst sah ich mir ein paar Rezensionen zu Frans de Waals letztem Buch an. Dabei sprang mir die durchgängige verzweifelte Vehemenz ins Auge, mit der versucht wird, die Einzigartigkeit des Menschen zu retten: Immer wenn de Waal die evolutionäre Kontinuität und Ähnlichkeit zwischen Menschen und Tieren betont, wird sofort dagegengehalten und abgeblockt - egal, wie. Der Gedanke, ja schon der Verdacht, daß es zwischen Menschen und Tieren große Ähnlichkeiten geben könnte, ist offenkundig für viele kaum zu ertragen. Und dies ist dann doch auch das vielleicht aufschlußreichste Phänomen in diesem Zusammenhang: Nicht, ob, welche oder wieviele Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Tieren bestehen, sondern die geradezu hysterische Angst vor diesen Ähnlichkeiten. Welche psychischen Probleme muß man wohl haben, wenn man sofort in Panik gerät, wenn man möglicherweise nicht zu den großartigsten, bewundernswertesten und wertvollsten Wesen der Welt zählt!
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