|
"Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi ... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka." Dieser Satz von Isaac Bashevis Singer ist meines Erachtens die prägnanteste, eindringlichste und anschaulichste Beschreibung unserer Haltung gegenüber Tieren. Dank ihrer Kürze sollte diese Formulierung auch nicht zu jenen Irritationen führen, die ausführlichere Darstellungen des Holocaust-Vergleichs auslösen, indem sich die Menschen an historischen Details festbeißen und dabei die wesentlichen GEMEINSAMKEITEN zwischen Menschen- und Tier-KZs aus den Augen verlieren: "Die Opfer heute sind andere als damals, aber das System von Einpferchen, Missbrauch, Vorurteil und Abschlachten ist dasselbe. Alljährlich werden alleine in Europa zehn Milliarden Tiere in Konzentrationslagern, die wir 'Massentierhaltung' nennen, gepfercht. Nach vielen Jahren kontinuierlichen Leidens werden sie zusammengetrieben und mit LKWs bei jedem Wetter Hunderte von Kilometern gekarrt, bevor man sie durch die Tore zur Schlachtebene treibt und tötet. All dies geschieht, während der Durchschnittsbürger sein normales Leben lebt und seine Augen vor dem Leiden verschließt." (Matthew A. Prescott) Man mache doch einfach die Probe aufs Exempel und wende das Eingangszitat auf beliebige Praktiken der Tierausbeutung an: Es trifft immer zu und bringt das Verbrechen der Menschen und das Martyrium der Tiere auf den Punkt.
© Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
|||