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Die Frage, wo tierrechtsmäßig "die Musik spielt", wer "die Nase vorne hat", Amerika oder Europa, die USA oder Deutschland, ist nicht so leicht zu beantworten. Es gibt unterschiedliche Indizien: Einerseits kommen viele Ideen, Konzepte und Texte aus dem angelsächsischen Raum. Andererseits hat mir gerade jüngst eine japanische Tierrechtlerin versichert, wie sehr man in Japan die Tierrechtler in Europa bewundert und beneidet. Wie auch immer, es gibt einen eindrucksvollen Beleg dafür, daß wir zumindest "gut im Rennen liegen": der Wahlkampf in den USA, wo sich Kerry gezielt als Jäger outet. So etwas ist bei uns schwer vorstellbar. Kaum einem Politiker käme es wohl in den Sinn, sich im Wahlkampf als Jäger zu profilieren. Die Gefahr, daß die Sache nach hinten losgeht, wäre viel zu groß. Das heißt natürlich nicht, daß die Mehrheit der Bevölkerung bei uns bereits aus Tierrechtlern bestünde. Aber die Grundstimmung hat sich schon gewandelt, mit plakativem Speziesismus kann man mittlerweile ebensowenig punkten wie mit plumpem Rassismus oder Sexismus. Freuen wir uns über diesen zwar langsamen, aber doch unübersehbaren Fortschritt. Die Arbeit der letzten Jahre und Jahrzehnte war nicht umsonst!
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