Stierkämpfe auf Gut Aiderbichl?


Daß "Tierdiplomat" Michael Aufhauser ein Faible für Tiermörder hat, ist mittlerweile ja hinlänglich bekannt: Bauern sind für ihn "Tierschützer der vernünftigen Art" und Tierschutz bedeutet für ihn auch, "dem Beruf des Metzgers die entsprechende Achtung entgegen zu bringen."

Ganz oben auf Aufhausers Beliebtheitsskala scheinen allerdings Jäger zu stehen: Nach exzessivem Posieren mit Ralf Schumacher hat er sich nun einem neuen Freund des perversen Waidwerks zugewandt: DJ Ötzi. Zwar ist dieser selbst bis jetzt noch nicht als Jäger in Erscheinung getreten, aber dafür posaunt seine Frau, Sonja Friedle, in die Welt hinaus, nunmehr stolze Jagdscheinbesitzerin zu sein. Martina Friesacher, mit der Ötzi-Frau Sonja die Jagdprüfung ablegte, über das gemeinsame Hobby: "Nächste Woche fahren wir in die Gegend von St. Johann ..., dort wollen wir Murmeltiere jagen."

Wer jetzt in Aufhausers Freundeskreis noch fehlt, ist ein schneidiger Tierexperimentator oder ein verwegener Stierkämpfer. Einzige Voraussetzung, um beim Aufhauser-Zirkus mitzumachen: Prominenz. Moralische Bedenken gibt es keine, da gewiß allgemein gilt, was Aufhauser in bezug auf Fleischessen feinsinnig so formulierte: "Die Tatsache, dass die Tiere von Gut Aiderbichl letztendlich nicht zum Schlachter kommen, soll die Fleischproduktion nicht in Frage stellen."

Dann könnten praktischerweise ja auch gleich Stierkämpfe auf Gut Aiderbichl veranstaltet werden! Fleisch wird dort ja schließlich auch in rauhen Mengen serviert. Nur die Stiere sollten halt nicht direkt aus dem Aiderbichl-Stall kommen.

Was muß Aufhauser eigentlich noch alles aufführen, damit auch die naivsten Zeitgenossen endlich kapieren: Etwas Schlimmeres als ein "Tierdiplomat", der sich magisch zu Tiermördern hingezogen fühlt und sein Wirken unter "Tierrechten" vermarktet, kann Tieren kaum passieren.

© Helmut F. Kaplan


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