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Was sagt uns der jüngste (2006) Nahost-Krieg für die Tierrechtsbewegung, welche Lehre können, sollen wir daraus ziehen? Dieser Krieg, samt Ursachen, Motiven und Zielen, zeigt, was uns auch ein Blick auf das alltägliche Treiben der Menschen zeigt – nur deutlicher und drastischer: Der Mensch ist ein Fehlschlag der Natur (so auch ein Buchtitel). Es wird nie Frieden geben auf Erden, die Menschen werden immer dumm und böse sein. Das einzige, was wir erreichen können, ist, diesem absurden Treiben dauernd entgegenzuwirken und damit das Leiden etwas zu lindern. Aus dem Gesagten resultiert auch die Erkenntnis, daß die Frage "Wird die Tierrechtsbewegung siegen?" unsinnig ist. Die Tierrechtsbewegung kann und wird ebensowenig siegen wie die Menschenrechtsbewegung je siegen kann und wird – weil Dummheit und Schlechtigkeit der Menschen nie enden werden. Jeder, der für das Gute kämpft, kämpft einen letztlich aussichtslosen Kampf. Aber: Für jene Tiere und für jene Menschen, denen wir helfen können, kann diese Hilfe den Unterschied zwischen Leben und Tod, zwischen Glück und Katastrophe bedeuten. Lassen wir uns also durch die Unmöglichkeit eines "End- oder Gesamtsieges" nicht davon abhalten, das zu tun, was möglich ist: kleine Oasen des Weniger-Leidens, Nicht-Leidens, manchmal sogar des Glücks zu schaffen in einem Meer von Wahnsinn, Leiden und Tod.
© Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
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