Stoibers Vermächtnis


In den letzten Tagen mußte ich bei den Nachrichten immer wieder an die Tierrechtsbewegung denken! Warum? Weil das unwürdige Schauspiel um den verwirrten Sesselkleber Stoiber exakt dem entspricht, was in der Tierrechtsbewegung an der Tagesordnung ist: Intrigen, Eitelkeit, Ehrgeiz - krankhafter, krankmachender Ehrgeiz. Wie viel Energie für Tiere doch dadurch verloren geht, daß Aktivisten auf Biegen oder Brechen prominent, Präsident, Pionier oder sonst was werden wollen!

Nun könnte man einwenden: Wofür soll eine solche Feststellung gut sein? Nach außen schadet sie, nach innen nützt sie nichts. Vielleicht läßt sich aus der traurigen Diagnose aber doch eine Lehre ziehen:

Wer seine Energie darauf konzentriert, eine bestimmte Rolle im Tierrechts-Establishment einzunehmen (um - hoffentlich - damit etwas für Tiere erreichen zu wollen), dessen Ziel geht im Intrigen- und Eitelkeitsgewusel leicht unter. Wem es aber gelingt, ein paar Menschen davon zu überzeugen, daß es bei Tierrechten um eine fundamentale Frage von Moral und Gerechtigkeit geht, der setzt etwas in Gang, das sicher weiterwirken wird.

© Helmut F. Kaplan


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