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Inwiefern man sich ohne sprachliche Kommunikation in das Erleben anderer - seien es nun Menschen oder Tiere - hineinversetzen kann, ist eine wichtige und weitreichende psychologische und philosophische Frage. Einen erhellenden Beitrag hierzu lieferte ausgerechnet Johannes B. Kerner: Im Dialog mit einem seiner grenzdebilen Gesprächspartner ("Kerners Köche") verstieg er sich zur Behauptung: Das Oster-Lamm, dessen Leichenteile gerade im Kochtopf schmorten, FREUE sich jetzt darüber, auf so feine Weise zubereitet zu werden. Daß gerade Kerner auch Tieren ein Weiterleben nach dem Tod - noch dazu ein freudvolles - zugesteht, macht ihn sympathisch. Da will ich nicht zurückstehen und auch ihm postmortale Freuden verheißen: Auch für Kerner wäre der Tod eine feine Sache, weil er sich dann nicht mehr seine eigenen Geschmacklosigkeiten anhören müßte!
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