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Einem NEWS-Interview (18, 2007) entnehme ich, daß Peter Simonischek zum "Feinschmecker des Jahres 2007" gekürt wurde. Gratulation! Das sind mir doch die liebsten Leute, die ihre Lebensaufgabe im Füllen ihres Magens erblicken! Daß Simonischek seine ganze Energie aufs Essen konzentriert - er ist auch "Ehrenbotschafter für steirische Esskultur" -, glaubt man ihm gerne. Da bleibt keine Kraft mehr zum Denken: Seine Antworten sind an Dummmheit, Flachheit und Primitivität kaum mehr zu überbieten. Um dieses Niveau noch zu unterschreiten, müßte schon die Tiefflugakrobatin Netrebko ran. Immerhin ist Simonischek ehrlich: Was sich andere nur denken, spricht er offen aus. Zur Tierethik meint er: "Solange wir die Menschenethik so wenig im Griff haben, scheint mir das eher ein sekundäres Problem zu sein. Anders gesagt: Ich esse alles, was schmeckt." Gebührt ihm für diese Offenheit Lob? Nein! Erstens bleibt auch ein Mörder, der sich zu seinen Morden bekennt, ein Mörder. Und zweitens ist diese Art Offenheit nicht Ausdruck von Aufrichtigkeit, sondern von Charakterlosigkeit.
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