|
Solange in der Tierrechtsbewegung so viel Energie mit Fragen der Art vergeudet wird, ob man an Gott oder an Marx glauben müsse oder rauchen oder trinken dürfe usw., können kaum substantielle Erfolge erzielt werden. Denn bei dieser Konzentration auf das Unwesentliche kann die größte Stärke der Tierrechtsbewegung nicht zum Tragen kommen: rationale Argumente. Damit sind nicht nur philosophische Argumente
gemeint (etwa, daß gleiches tierliches und menschliches Leiden auch moralisch
gleich bewertet werden sollte oder daß unser Umgang mit Tieren einem Speziesismus entspricht,
der sich moralisch auf der gleichen Ebene von Rassismus und Sexismus befindet), sondern auch
ganz einfache "Alltagsargumente", etwa:
Diese und tausend andere großartige Gründe, Tiere nie mehr so zu behandeln, wie wir sie behandeln, bleiben ungesagt und ungenützt, weil sich allzuviele lieber um die Gesinnung ihrer Mitmenschen als um das Schicksal der Tiere kümmern.
© Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
|||