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So entsetzlich und "einmalig" das Verbrechen von Amstetten auch ist - für Millionen von Tieren ist das lebenslange Eingesperrtsein ohne Tageslicht und frische Luft dauernde Realität. Mit dem Unterschied, daß ihr Martyrium nicht so lange währt, weil sie vorher umgebracht werden - um von ihren Nachfolgern ersetzt zu werden. Ausnahme: Wenn es gerade darum geht herauszufinden, welche fürchterlichen körperlichen und seelischen Folgen Langzeitgefangenschaft hat. Dann dauert auch das Leiden der Tiere länger als üblich. Freilich: Was die Verbrechensopfer danach erwartet, ist nicht ihre Befreiung, sondern ihre Ermordung. So ist es immer, wenn Verbrechen an Menschen entdeckt werden, die so grauenvoll sind, daß die Weltpresse binnen kürzester Zeit vor Ort ist, um darüber zu berichten: Für viele Tiere ist das Unvorstellbare längst Realität. Weltweit. Und in unserer Nachbarschaft.
© Helmut F. Kaplan
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